Das Historische Familienarchiv Berlin ist eine unabhängige Initiative zur Erschließung genealogischer Quellen der ehemaligen Berliner Standesämter. Getragen wird die Arbeit von Genealoginnen, Historikern und Archivaren mit langjähriger Erfahrung in der Quellenarbeit.
Im Mittelpunkt stehen die Namensverzeichnisse zu den Geburten-, Heirats- und Sterberegistern der Berliner Standesämter. Diese werden nach Ablauf der gesetzlichen Fortführungsfristen (110 Jahre für Geburten-, 80 Jahre für Heirats- und 30 Jahre für Sterberegister) (§ 5 Abs. 5 PStG) nicht mehr offiziell weitergeführt. Unsere Erschließung bewegt sich ausschließlich innerhalb dieses Rahmens und umfasst derzeit die Heirats- und Sterberegister der Jahre 1874–1937 sowie die Geburtenregister der Jahre 1874–1916. Wir digitalisieren diese Verzeichnisse, transkribieren sie nach einheitlichen Regeln und überführen sie in eine durchsuchbare Datenbank. Jeder Eintrag wird mit Bestandsbezeichnung und Signatur nachgewiesen und im Vier-Augen-Prinzip geprüft.
Damit schließen wir eine praktische Lücke: Ein erheblicher Teil der Berliner Personenstandsunterlagen ist kriegsbedingt verloren, verlagert oder bislang nicht online recherchierbar. Erschlossene Namensverzeichnisse ermöglichen es, einen Registereintrag gezielt zu identifizieren, was insbesondere für die Ahnenforschung wichtig ist. Wir freuen uns über Hinweise aus Forschung, Archivwesen oder der Familienforschung. Fragen zur Ahnenforschung nehmen wir gerne per E-Mail entgegen. Bitte geben Sie uns so detailierte Informationen wie Namen, Geburtsdatum, Geburtsort, Sterbedatum, Sterbeort, Heiratspartner, Familienmitglieder, etc. an.
Unterlagen in Privatbesitz: Befinden sich Personenstandsurkunden, Familienunterlagen oder Fotografien mit Berliner Bezug in Ihrem Besitz, freuen wir uns über Ihre Nachricht. Die Digitalisierung erfolgt nach Absprache und ohne Eigentumsübergang; eine Veröffentlichung nur mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung.